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Job und Fit. Gesund Genießen in der Kantine

Bild zeigt drei Plaketten in blau, grün und orange, die darstellen, dass sich die Befragten für ein ausgewogenes, frisches und gesundes Angebot entscheiden.

Ausgewogen, frisch und gesund – so essen die Beschäftigten im Haus des Reichs heute oder wollen es zukünftig tun.
Dabei wird auf die Qualität und Nachhaltigkeit der Lebensmittel geachtet.
Es werden gerne saisonale und regionale Produkte verwendet.
Auf die Herkunft aus ökologischem Anbau und fairem Handel wird ebenso geschaut, wie auf das Preis-Leistungsverhältnis.
Das sind die zusammengefassten Ergebnisse der Beschäftigten Befragung "Job und Fit. Gesund Genießen in der Kantine."

Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung im Haus des Reichs

Im Sinne des Aktionsplans zur gesunden Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung der Stadtgemeinde Bremen möchte der Senat im Auftrag der Bürgerschaft die Qualität des Essensangebotes in den Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung weiter steigern. Hierzu zählen neben den Schulen und Kitas auch die Betriebskantinen. Als Pilot startet die Kantine im Haus des Reichs mit der Umsetzung des Vorhabens. Ziel ist eine nachhaltige Kantine mit einem gesundheitsfördernden und vielseitigen Essensangebot.

Was heißt das?
Eine nachhaltige Kantine setzt überwiegend pflanzliche, regionale und saisonale Produkte ein, die möglichst gering verarbeitet, ökologisch erzeugt, umweltverträglich verpackt und fair gehandelt sind.

Ist das im Sinne der Beschäftigten?
Die kurze und knappe Antwort lautet:
JA!

Die ausführliche Antwort

47 % der Befragten bringen sich überwiegend selbst vorbereitetes Essen mit zur Arbeit.
53 % nutzen hauptsächlich Angebote der Außer-Haus-Verpflegung.
Davon können 11,4 % als Stammgäste der Kantine im HdR bezeichnet werden. Sie besuchen die Kantine täglich (1,8%) oder mehrmals pro Woche (9,6%).
Knapp ein Drittel der Befragten isst hingegen nie in der Kantine.
Der überwiegende Teil der Befragten sind Gelegenheitsgäste, die 1-2 Mal pro Monat (23 %) oder seltener (39%) die Kantine besuchen.

Qualität und Nachhaltigkeit der Gerichte und das Preis-Leistungsverhältnis sind die entscheidenden Kriterien.
Die Qualität der Gerichte, d. h. frische Produkte und frische Zubereitung ohne Verwendung von Fertigprodukten, ist das wichtigste Auswahlkriterium.
Darauf folgen Überlegungen zur Nachhaltigkeit – also die Frage, ob saisonale und/oder regionale Produkte aus ökologischem Anbau und/oder fairem Handel verwendet werden.
Stimmt dann auch noch das Preis-Leistungsverhältnis, sind die Befragten zufrieden.
Die Befragten haben außerdem beschrieben, welche Speisen sie besonders gerne mit zur Arbeit nehmen und welche AHV-Angebote sie regelmäßig wahrnehmen.
Insgesamt entscheiden sich über 60 % für ein Essen, dass nach den Standards der DGE als ausgewogen bezeichnet werden kann und als gesund & frisch betrachtet wird.

Die Einschätzung der Beschäftigten zeigt, dass besonders in den drei genannten entscheidenden Bereichen Optimierungspotential gesehen wird. Neben Geschmack, Frische und der Preisgestaltung wird zusätzlich die Servicefreundlichkeit als ausschlaggebend für die die Bewertung des Kantinenangebotes genannt.

Das Kantinenangebot trifft nur von einem Drittel der Befragten den Geschmack.
Die Frische bewerten 27% als (sehr) zufriedenstellend
Mit der Preisgestaltung sind 18 % (sehr) zufrieden.

Der Service der Kantine ist DER Erfolgsfaktor der Kantine.
Die Servicefreundlichkeit erzielt mit 75% (sehr) zufriedenen Gästen einen absoluten Spitzenwert.

Darauf wird aufgebaut und das Kantinenangebot soll zukünftig unter Berücksichtigung der Vorstellungen der Beschäftigten weiterentwickelt werden.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, werden in der nächsten Zeit verschiedene kleine und größere Veränderungen eingeführt und getestet.

Die ersten Veränderungen machen sich auf der Speisekarte bemerkbar. Das vegetarische Angebot bekommt mehr Aufmerksamkeit und zusätzlich werden regelmäßig vegane Optionen angeboten. Für den kleineren Hunger (und als Wärmequelle in der kälteren Jahreszeit) gibt es außerdem eine Tagessuppe, die täglich wechselt und nun ebenfalls einen Stammplatz auf der Mittagskarte hat.

Welche Veränderungen stehen an?
Am Essensangebot wird weiter gefeilt werden, um es nach Ihrem Geschmack zu gestalten und weiter an die Standards der DGE anzupassen. Es wird ein Konzept entwickelt, dass die Einführung und Erhöhung des Bioanteils ermöglicht.

Hierzu wird es auch Expertenunterstützung geben.
Gestartet wird am 26. November 2019 mit dem durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Aktionstag "Bio-Fisch in der Mittagspause".

An diesem Tag können Sie sich in der Kantine nicht nur über das Thema Bio-Fisch informieren und Rezepte zum Nachkochen mitnehmen, sondern auch in den Genuss eines in Zusammenarbeit mit dem Bio-Spitzenkoch Tino Schmidt entwickelten Fischgerichtes kommen.

Interessiert? Weitere Infos:
Projekt Bio-Fisch in der Mittagspause https://biofisch.org/das-projekt/
Aktionsplan zur Gesunden Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung der Stadtgemeinde Bremen