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Karotten vor dem Rathaus?

Landwirtschaft in der Stadt

In deutschen Städten werden zunehmend Lebensmittel
im urbanen Raum kultiviert. Die dahint er
stehenden Konzepte, Wertschöpfungen und Konsumstrukturen
sind vielfältig und reichen von
Gemeinschaftsgärten über frei zugängliche Flächen
mit bewusst kostenfreier Abgabe bis hin zu
hochtechnisierten Urban Farming-Vorhaben, bei
denen auch das unternehmerische Kalkül eine
wichtige Rolle spielt. Ihnen allen ist eines gemein:
es werden Lebensmittel regional, saisonal
und manchmal auch sozial erzeugt.
Die städtische Bevölkerung kommt – als Konsument
oder Produzent – wieder in den direkten Kontakt
mit Erzeugnissen und deren Produktionsweisen.
Trotz aller architektonischer und verkehrsdynamischer
Verdichtung in deutschen Innenstädten
und dem ständigen Mangel an Anbauflächen wird
der Wunsch immer größer, Landwirtschaft zurück
in die Stadt zu holen.

Die Essbare Stadt macht Lebensmittel wahrnehmbar

Das Thema ist in seiner aktuellen Ausprägung für
viele Stadtbewohner/-innen immer noch neu und
wird mit Wunschvorstellungen und Vorurteilen
überfrachtet. Fakt ist, dass urbane Lebensmittelverbräuche
zu hoch und notwendige innerstädtische
Anbauflächen nicht ausreichend vorhanden sind,
als dass urbane Agrikulturen derzeit hier einen
bedeutsamen Versorgungsauftrag sicherstellen
könnten. Neben der reinen Herstellung von Erzeugnissen
geht es beim Konzept der ‚Essbaren Stadt‘
aber auch um bildungs- und teilhabebezogene,
inklusive sowie touristische Mehrwerte, die solche
Vorhaben entwickeln können. Die ‚Essbare Stadt‘
macht Lebensmittel für Konsumenten wieder
wahrnehmbar. Stadtwirtschaftliche Grünflächen
erhöhen ganz nebenbei die urbane Biodiversität und
wirken negativen innerstädtischen Umwelteffekten
entgegen. Der Fachtag möchte Varianten urbaner
Lebensmittelproduktionen und deren Umsetzungsund
Nachhaltigkeitsstrategien beleuchten.

Es wird um eine Anmeldung zur Tagesteilnahme gebeten. Interessierte können sich sehr gerne per Mail unter landwirtschaft.azubi@umwelt.bremen.de anmelden.

Weitere Informationen erhalten Sie hier (pdf, 494.9 KB)