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Der Weg zur BioStadt

Grün-rotes Logo der BioStadt Bremen, jpg, 25.3 KB

Bremen wollte sich stärker für ökologisch und regional erzeugte Lebensmittel einsetzen. Verbände, Vereine und Projekte sollten vernetzt werden, um die regionale Lebensmittelwirtschaft zu fördern und ein größeres Bewusstsein für die Vorteile ökologischer Lebensmittel zu wecken. Das Angebot von Bioprodukten in der Gemeinschafts- und Außerhausverpflegung der Stadtgemeinde Bremen, führt bisweilen ein Schatten-Dasein. Das zentrale Ziel "Mehr Bio aus und für Bremen", soll mit verschiedenen Maßnahmen umgesetzt werden.
Im Januar 2015 fiel, im Festsaal der Bürgerschaft, der Startschuss für BioStadt Bremen. Es nahm weiter Fahrt auf, nachdem das Thema auch Eingang in die Koalitionsvereinbarung 2015 zwischen SPD und Bündnis 90/Die Grünen fand. Das Projekt verfolgte von Anfang an das Ziel, den Anteil von regionalen Bioprodukten im Handel, der verarbeitenden Wirtschaft, bei Landwirten und in der Gastronomie zu erhöhen, bewusste Ernährung zu fördern, den Tourismus zu unterstützen und die Vielzahl von engagierten Akteuren zu vernetzen.
Seitdem dient BioStadt Bremen als Wachstumsmotor für die lokale Nahrungsmittelwirtschaft und für die Region insgesamt.

Vernetzung ermöglichen. Netzwerke aufbauen. Zusammenarbeit sichern.

An der BioStadt Bremen können und sollen möglichst viele Akteure mitwirken! Denn der Erfolg des Projekts, ist nicht zuletzt, von den Aktivitäten und Kooperationen engagierter und motivierter Partnerinnen und Partner abhängig.
Aus diesem Grund versucht die BioStadt, die unterschiedlichen Aktivitäten zu vernetzen und funktionierende Netzwerke zwischen den Beteiligten aufzubauen. Zusätzlich soll das Bewusstsein für die Vorteile der ökologischen Landwirtschaft in der Bevölkerung gesteigert werden. Ein Meilenstein in der Umsetzung vorgenannter Ziele war der Erfolg der Biomärkte.
Im Fokus stand die Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette: erzeugende, verarbeitende und handelnde Betriebe sowie Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich informieren, diskutieren und über den Mehrwert der ökologischen Landwirtschaft ins Gespräch kommen.
Die Bio-Branche ist eine der nachhaltigsten und zukunftsträchtigen Branchen. Umso wichtiger ist daher, die Vernetzung mit Partnerinnen und Partnern, Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf Bundesebene. Seit 2010 arbeiten Städte, die den Ökolandbau und Bio-Lebensmittel fördern, zusammen. Im Vordergrund stehen Erfahrungsaustausch, gemeinsame Projekte, die Akquise von Fördermitteln und öffentlichkeitswirksame Aktionen. Durch das gemeinsame Auftreten im Netzwerk der deutschen Bio-Städte, -Gemeinden und –Landkreise soll dem Anliegen ein höheres politisches Gewicht verliehen werden. Die BioStadt Bremen ist Gründungsmitglied des Biostädte Netzwerks und profitiert seitdem vom regelmäßigen Erfahrungsaustausch.
Um die Bekanntheit des Projekts in der Bevölkerung zu steigern, hat die BioStadt bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Kampagnen gestartet.

Der Weg zum Aktionsplan

Das ökologische Bewusstsein wurde durch die Aktivitäten der BioStadt in die breite Masse getragen. Das Agrarpolitische Bündnis Bremen nahm das Thema auf und sammelte über 5000 Unterschriften für einen Bürgerantrag gegen Billigfleisch. Zentrales Anliegen des Bürgerantrages war, die öffentliche Beschaffung von Lebensmitteln, kurzfristig komplett auf Produkte aus artgerechter Tierhaltung umzustellen und mittels eines Aktionsplans bis Ende 2020 den Anteil von Milch- und Fleischprodukten aus der ökologischen Tierhaltung in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung zu erhöhen. Der Wunsch nach "Ökologisch – Regional – Fair" kam aus der Bevölkerung. In der Folge befassten sich die Stadtbürgerschaft und die zuständigen Fachdeputationen unter Beteiligung von diversen Sachverständigen ausführlich mit dem Antrag. Als Resultat wurde der "Aktionsplan 2025 – Gesunde Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung der Stadtgemeinde Bremen" am 06. Februar 2018 verabschiedet. Die Umsetzung des Aktionsplans zu steuern und zu koordinieren stellt nun die zentrale Aufgabe der BioStadt dar. Mehr zum Aktionsplan